Nein, wird es nicht.

Während ich klitschnass an meinem Schreibtisch darüber nachdenke, die Ärmel von meinem Kleid abzuschneiden, fällt mir auf, wie ich jedes Jahr nach gefühlten 10 dunklen und kalten Wintermonaten den Sommer herbeisehne.

Wenn er dann kurz vorbeischaut, bin ich überfordert. Es sei denn, ich genieße ihn mit einem Cocktail am Strand.

Dieses Phänomen ist menschlich, habe ich mir sagen lassen und zeigt wunderbar die Komplexität unserer Erwartungen, Wahrnehmungen und Anpassungsfähigkeit.

Unsere idealisierte Erwartung trifft auf die schweißgebadete Realität.

Die anfängliche Freude über sommerliche Temperaturen verwandelt sich ganz schnell in Frustration, wenn die Hitze anhält, wenn sie müde macht und wenn sie unsere täglichen Aktivitäten beeinträchtigt.

Wenn wir arbeiten müssen in der Hitze, nicht schlafen können, unsere Energiekosten steigen durch die Klimaanlage und wir versuchen, uns vor Dehydrierung zu schützen.

Während wir uns im Winter nach Wärme sehnen, sind wir nicht darauf vorbereitet, wie belastend extreme Wärme sein kann.

Diese Diskrepanz führt zu einem inneren Konflikt, der sich in Meckern und Unzufriedenheit äußert.

Was führt jetzt zu dieser idealisierten Vorstellung vom Sommer, die jedes Jahr aufs Neue enttäuscht wird, wenn die Realität nicht mithalten kann?

Wir neigen dazu, uns eher an die positiven Aspekte vergangener Sommer zu erinnern und die negativen zu verdrängen.

Das erinnert mich an die rosarote Brille, die wir gerne nach einer Trennung aufsetzen, solange, bis wir vergessen haben, warum wir den Menschen aus unserem Leben verbannt haben.

Die Erinnerung kommt dann zum Glück wieder, also bei den meisten.

Und die Moral von der Geschicht, verherrliche den Sommer nicht.

Jede Jahreszeit hat ihren eigenen besonderen Charme.

Der Frühling steht für Neuanfang.

Im Sommer werden die Tage länger.

Der Herbst bringt Farbe ins Leben und der Winter schafft eine ruhige und friedliche Atmosphäre

Wir müssen nur unsere Wahrnehmung schärfen.

Das relativiert unsere Erwartungen und steigert unsere Lebenszufriedenheit.

Bei Schräglage im Unternehmen und wenn Humor doch nicht ausreicht, um den Karren aus dem Dreck zu ziehen, ruf mich an oder schicke mir eine E-Mail.

Es funktioniert so herrlich einfach, dass Du Dich am Ende fragen wirst: „Warum bin ich da nicht schon früher und von selbst darauf gekommen?“

Reminder: Wollen ist wie müssen, nur freiwillig!

Herzlichst, Mo, Deine Klimabeauftragte im Unternehmen.❤

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