sagt Beth Dutton.

Wie immer spät dran, kommt es, wie es kommen muss. Im Straßenverkehr läuft’s nicht so reibungslos wie geplant.

Ein alter, recht klappriger Wagen fährt mit gefühlten 20 km/h vor mir. Den hausgemachten Zeitdruck im Nacken, spüre ich, wie eine leichte Wut in mir aufkommt. „Beruhige dich, Mo“, murmle ich zu mir selbst, während ich das Auto vor mir anstarre, als könnte ich es telepathisch beschleunigen.

Ich bin ja nicht so der hupende Verkehrsteilnehmer, ich arbeite eher mit Handzeichen und das tu ich dann auch.

Plötzlich zieht die Klapperkiste ohne Vorwarnung auf meine Spur und bremst. Das ist der berühmte letzte Tropfen, bevor das Fass überläuft, denke ich. Nein, der letzte Tropfen ist ein kurzes Aufbäumen der Klapperkiste und anschließend das Rammen meines Autos.

Mir bleiben zwei Optionen. Wütend aus dem Auto springen und den Fahrer zur Rechenschaft ziehen oder kurz innehalten, mich sammeln und darauf besinnen, was ich anderen Menschen als Trainerin mit auf den Weg gebe, damit es leichter wird.

Während ich noch darüber nachdenke, verpufft die Wut.

Der Fahrer des klapprigen Wagens kurbelt mühsam sein Fenster runter, schaut mich mit müden Augen an und winkt entschuldigend zu mir rüber.

Ich steige aus, ignoriere meinen kaputten Kotflügel, frage ihn, wie es ihm geht und er fängt an, zu erzählen.

Die Kurzversion: Er hat sich verfahren auf dem Weg zu seiner Jugendliebe und weil er irgendwann völlig orientierungslos nichts mehr wieder erkannte, hat er nach einem Zettel auf seinem Beifahrersitz gesucht, wo die Wegbeschreibung drauf gekritzelt war.

Die haben wir dann gemeinsam studiert, uns zum Abschied gedrückt und er ist dankend und diesmal aufgeregt winkend in die richtige Richtung gefahren.

Ich fühlte mich gut, kurz wie eine Heldin.

Eine kleine, unscheinbare Tat der Resilienz, die unser beider Tag gerettet und aus einem Verkehrsunfall ein ganz wunderbares Intermezzo gezaubert hat.

Das größte Abenteuer besteht tatsächlich darin, sich selbst im Griff zu haben und sich immer weiter zu entwickeln.
Das steigert unsere Lebenszufriedenheit und damit unsere Lebensqualität.
RESILIENZ ist die Basis.

Auf einer Skala von 1 – 10, wie resilient bist Du?

Ich gebe mir mittlerweile eine 8. Aber das war nicht immer so.

Die wichtigen Säulen der Resillienz:

1. Deinen Optimismus bewahren! (Wenn nicht vorhanden, mich anrufen!)

2. Akzeptanz gegenüber Dingen, die Du wirklich nicht ändern kannst!

3. Lösungsorientierung bei Dingen, die in deinem Einflussbereich liegen!

4. Die Opferrolle verlassen! Deine Entscheidung!

5. Verantwortung übernehmen! Initiative zeigen!

6. Immer einen Spielplan in der Tasche haben! Deine Zukunftsplanung!

7. Eine Community aufbauen! Wertvolle Beziehungen pflegen!