Unsere Streitkultur im Unternehmen oder Umgang mit moralischen Dilemmas!

Es war einmal: In einem kleinen Büro mitten in der Stadt arbeiteten fünf Mitarbeiter:innen, die unterschiedlicher nicht sein konnten.

Da war Klara, die immer pünktlich wie ein Uhrwerk sogar ihre Kaffeepausen genau nach Zeitplan einhielt.

Karl, der Chaot, dessen Schreibtisch immer so aussah, als hätte ein Tornado eingeschlagen.

Krissi, die sich für jeden Pups verantwortlich fühlte und ständig mit einem Notizbuch herumlief, um alles zu dokumentieren.

Kevin, der Büroclown, der sich permanent neue Streiche ausdachte, und Karo, die Perfektionistin, die oft über ihren eigenen Anspruch stolperte.

——————————————————————————————————————–

Eines Tages eskalierte die Situation.

Karl hatte seinen Bubble Tea über Karlas akribisch sortierte Unterlagen geschüttet, Kevin hatte genervt Krissis Notizbuch gegen ein Comic-Heft ausgetauscht und Karo versuchte, einen neuen Plan zur Effizienzsteigerung einzuführen, der alle dazu zwang, ihre Pausen zu kürzen.

Das ging zu weit. Die Stimmung war gereizt, die Fetzen flogen, das Traumschiff begann zu kentern.

Die Chefin, eine gestandene Unternehmerin, beschloss, eine Mediatorin zu rufen, bevor ihr Team das Unternehmen in Schutt und Asche legt.

Als die Mediatorin als erfahrene Streitschlichterin mit einem Lächeln das Unternehmen betrat, durften alle ihre Befindlichkeiten schildern, sie fasste das Szenario seufzend zusammen und alle riefen gleichzeitig, „Ja“.

Jeder in einem anderen Tonfall der Empörung.

Die Mediatorin schloss die Augen und zählte bis zehn. Dann öffnete sie sie wieder und sagte: „Gut, ich werde das regeln.“.

Ich spule vor. Vier Wochen später hatte die Chefin, nicht ohne eigene Handlungsempfehlungen im Gepäck, ihr altes Team zurück. Sie faltete die Hände vor Dankbarkeit und wenn ihre Mitarbeiter:innen nicht von einem Headhunter abgeworben wurden, arbeiten sie noch heute harmonisch und erfolgreich als Team zusammen.

Ja, das Problem an Missverständnissen und Konflikten ist das Beharren auf eigenen Sichtweisen, weil jeder seinen eigenen Kosmos, sein eigenes Weltbild und sein eigenes Verständnis für menschliches Miteinander hat.

Alle sind festgefahren und im Tunnel, wie mein Straßenhund Mathilda auf der Jagd. (Namensänderung aus Gründen)

Aber was ist, wenn in einem Streitfall nicht nur eine Partei Recht haben könnte, sondern beide oder eben keine? Legenden zufolge hat schon Buddha so eine Denkform verwendet, die heute in der indischen Rechtsprechung verwendet wird.

Es gibt erfolgreiche Methoden, die es uns ermöglichen, die Bedürfnisse aller Konfliktparteien herauszuarbeiten und gemeinsame Schnittmengen zu finden.

Lösungsideen entstehen und wir finden einen Weg aus dem Dilemma. VERSPROCHEN!

WEIL UNSERE LEBENSZUFRIEDENHEIT DAS WICHTIGSTE IST!